Gehrihorn – Giesigrat

Bergwanderweg Kiental – Gehrihorn – Sattelhorn – Kandersteg

Das Gehrihorn gleich oberhalb von Frutigen stand schon lange auf meiner Wunschliste. Verschiedene Wege führen nach oben. Direkt von Frutigen, von Reichenbach oder von Kiental. Ich wählte den Weg von Kiental. Nach dem Gehrihorn ging es für mich weiter über den Giesigrat aufs Sattelhorn und dann über Giesene nach Kandersteg. Die Wanderung ist recht anspruchsvoll. Vor allem über den Grat ist eine gewisse Trittsicherheit vorausgesetzt, gibt es doch einige ausgesetzten Stellen zu bewältigen.

Kiental – Ramslauenen – Gehrihorn

Der Start meiner Wanderung war in Kiental. Nach einem kurzen Fussmarsch erreicht man die Talstation der Bahn nach Ramslauenen. Leider befand sich diese gerade in Revision, so dass es für mich zu Fuss nach oben ging. An sich ist die Bahn aber eine sinnvolle Abkürzung, da der Weg bis Ramslauenen nicht wirklich interessant ist. Ab Ramslauenen geht es dann deutlich steiler weiter in die Höhe. Sonne und Berge kommen nun langsam zum Vorschein. Durch Wälder und über Wiesen erreicht man nach einiger Zeit den Grat bei Punkt 1947m. Hier kommt nun auch der Weg von Frutigen dazu, zudem zweigt der untere Weg in Richtung Grathütte und Sattelhorn hier ab. Ich wählte den Weg zum Gehrihorn. Teilweise ziemlich steil führt der Weg über Felsen zum Gipfelkreuz. Bei wunderbarer Aussicht auf Niesen, Thunersee sowie die Berge der Alpenkette, legte ich hier eine erste Verschnaufpause ein.

Gehrihorn – Giesigrat – Sattelhorn

Nach einer kurzen Pause ging es dann auch schon weiter. Der Weg führt nun über mit Seilen gesicherte Wege und Treppen wieder etwas nach unten. Ein paar Meter unterhalb des Rüederigsgrat führ der Weg leicht absteigend weiter. Kurz vor der Grathütte, auf halbem Weg zwischen Gehri- und Sattelhorn, kommt der direkte Weg von der vorher genannten Abzweigung wieder dazu. Wer ein paar Höhemeter sparen, aber auf eine super Aussicht verzichten möchte, kann diesen Weg problemlos nehmen. Bei der Hütte zweigt dann ein Weg in Richtung Ramslauenen ab. In der Hütte selbst kann man sich im Sommer verpflegen und sogar übernachten. Bei meinem Besuch war die Hütte leider bereits geschlossen, weshalb ich gleich weiter ging zum Sattelhorn.

Die Wanderung ist ab hier nun wirklich eine Gratwanderung. Auf Seite Kandertal fallen die Felswände teilweise fast senkrecht ab. Auf der anderen Seite ist es deutlich weniger gefährlich. Trotzdem ist eine gute Trittsicherheit hier Voraussetzung. Eine wirklich ausgesetzte Stelle gibt es erst kurz vor dem Sattelhorn, wo man über einen Felsen klettern muss. Der Weg ist aber mit Metalltreppen und Seilen gesichert. Unterhalb des Sattelhorns erreicht man nun erneut eine Abzweigung. Bevor ich mich für einen Weg entschied, stieg ich noch bis aufs Sattelhorn auf. Zwar gibt es keinen Weg nach oben, über die Wiese ist es aber kein Problem auch diesen Gipfel zu erreichen.

Sattelhorn – Kandersteg

Nach den paar zusätzlichen Höhenmetern machte ich mich an die Planung der Weiterwanderung. Das Wetter war inzwischen etwas am Umschlagen. Es boten sich mehrere Varianten zurück nach Kiental oder via Alp Giesene nach Blausee und Kandersteg. Ich wählte schliesslich den Weg über Höje Stand zur Alp Giesene und weiter bis Kandersteg. Der erste Teil des Wegs verläuft mehrheitlich flach. Nach Höje Stand beginnt dann aber der Abstieg. Immer unterhalb der massiven Felswände des Ärmighorns geht langsam runter zur Alp Giesene. Während dem ganzen Abstieg blickt man hier auf Bire, Zallershorn und Dündehorn mit der massiven Geröllhalde unterhalb. Nach einem kurzen Abschnitt über eine Waldstrasse erreicht man die Alp Undere Giesene. Bevor es in den Wald und somit den Schatten ging, genehmigte ich mir erneut eine kurze Verpflegungspause.

Der Abstieg wird nun deutlich steiler. Durch Wälder und Wiesen führt der Weg mehr oder weniger direkt runter in Richtung Blausee. Im Zickzack kommt man der Lötschberg-Bahnstrecke immer näher, bevor man wenig oberhalb der Bahnlinie den Lötschberg-Panoramaweg erreicht. Nach dem vorherigen Abstieg war ich froh, dass der Weg ab hier mehrheitlich flach weiter ging. Während der ganzen Wanderung weiter bis Kandersteg folgt man fast immer der Bahnlinie, auch wenn diese teilweise im Tunnel verläuft. Der Weg hier ist sehr bekannt und wird im Sommer sehr häufig begangen. So ist der Weg natürlich auch gut ausgebaut. Kurz vor Kandersteg folgt man kurze Zeit der Hauptstrasse, bevor der Wanderweg dann an die Kander abzweigt. Entlang dieser landet man dann direkt beim Bahnhof.

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Übersicht
Distanz19 km
Aufstieg1700 m
Abstieg1400 m
SchwierigkeitT3+ (Info)
Dauer6 – 7 Stunden
Kondition★★★★☆
Aussicht★★★★☆
Beste Jahreszeit
JanFebMärApr
MaiJunJulAug
SepOktNovDez
Karte
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