Flöschhore im Winter

Schneeschuhtrail St. Stephan – Gläckmeder – Flöschhore – St. Stephan

Oberhalb der Lenk, vis-a-vis des Skigebiets Betelberg erhebt sich das Flöschhore in die Höhe. Ganz oben hat man eine wunderbare Aussicht auf die Alpen, die Spillgerte sowie weit zum Simmental hinaus. Im Winter ist das Flöschhore mit Tourenski oder Schneeschuhen relativ einfach zu erreichen. Da es jedoch keine signalisierte Route ist, sind gewisse Kenntnisse der Lawinengefahr erforderlich. Die einfache Variante führt über Flösch und den Ostgrat zum Gipfel, die etwas anspruchsvollere Variante über Altläger, Gläckmeder und Dürewald. Start beider Touren ist in St. Stephan.

St. Stephan – Gläckmeder

Vom Bahnhof her überquert man die Simme und folgt der Strasse in Richtung Brendli. Nach dem Kieswerk folgt man entweder dem Wanderweg oder weiterhin der Strasse. Die Wegwahl ist etwas abhängig von den Schneeverhältnissen. Ich wählte für den Aufstieg den Wanderweg. Durch den Wald nach geht es weiter nach oben bis Brendli. Hier konnte ich bereits die Schneeschuhe anziehen und durch den Schnee weiter aufsteigen. Die Schneeschuhroute führt hier über eine Wiese nach oben, bis man bei Ougstebode wieder die Strasse erreicht.

Nun folgt die Route mehrheitlich der Strasse. Da die Strasse im Winter nicht geräumt wird, ist das Begehen mit Schneeschuhen problemlos möglich. Mehr oder weniger Flach geht es vorbei an Altläger bis Gläckmeder. Einmal aus dem Wald heraus, kann bereits die wunderbare Aussicht geniessen. Während meiner Tour traf ich nur zwei weitere Schneeschuhgänger, welche aber irgendwann abgebogen sind. Ich nutze die Sonne bei Gläckmeder für eine kurze Pause und das intensive Studium der Karte und der Umgebung.

Gläckmeder – Flöschhore

Da die Strasse nur bis Gläckmeder führt, muss die Route ab hier etwas genauer geplant werden. Anhand der Karte und der Umgebung entschied ich mich, erstmal ungefähr dem Sommerwanderweg zu folgen. Da die Markierungen nicht sichtbar waren, musste ich mich auf GPS und Erfahrung verlassen. Durch wunderbaren Pulverschnee gelangte ich weiter ins Tal hinein. Nach dem Überqueren des Dürrewaldbachs wanderte ich Richtung Stueffi, wo ich den Bach erneut überquerte.

Nun beginnt der eigentliche Aufstieg. Entlang eines Grabens geht es in die Höhe. In einem weiten Bogen, welcher fast bis nach Ziggeriz führt, geht es steil und entsprechend langsam nach oben. Die Steighilfen an den Schneeschuhen leisten hier eine gute Hilfe. Unterhalb des Grats überquert man schliesslich den Graben. Nun folgt der gefährlichste Teil der Tour. Während rund 50 m muss ein steiler Geländeteil durchquert werden. Hier könnten sich durchaus Lawinen lösen. Nach ein paar Minuten ist man aber auf der anderen Seite angekommen und es wird wieder deutlich flacher. Über eine Wiese geht es nun direkt nach oben auf den Gipfel des Flöschhore. Als ich dort war, gab es oben fast keinen Schnee mehr. Dieser wurde durch starke Winde weggeweht.

Flöschhore – St. Stephan

Nach einem kurzen Gespräch mit ein paar Tourenskifahrer und einer Pause an der Sonne ging es an den Abstieg. Ich wählte den direkten Weg via Flösch nach unten. Durch schönsten Pulverschnee führte der Weg mehrheitlich entlang des Wanderwegs bis zur Alp Flösch und weiter zum Eggmatte. Auf die Bögen, welche der Sommerweg hier runter macht, kann man im Winter verzichten. Oberhalb der Eggmatte verlässt die Route den Wanderweg und führt direkt über eine Wiese nach unten. Links und rechts erheben sich die Tannen, geradeaus hat man eine wunderbare Sicht auf die Spillgerte. Bald erreicht man den Wald und gelangt wieder auf den Wanderweg, welchem man schliesslich wieder folgt. Über eine kleine Brücke erreicht man den Undere Chatzestalde und somit die Strasse über welche man aufgestiegen ist.

Entlang der Strasse geht es nun langsam wieder runter nach St. Stephan. Für den Abstieg wählte ich jedoch einen etwas anderen Weg. Ich folgte dem Wanderweg und konnte so den steilen Abstieg über die Wiese vermeiden. Oberhalb von Brendli, am selben Ort, wo ich die Schneeschuhe angezogen habe, musste ich diese auch wieder ausziehen. Aufgrund der rutschigen Erfahrung vom Morgen folgte ich anschliessend der Strasse zurück bis zum Bahnhof und wählte nicht den Wanderweg.

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Übersicht
Distanz14 km
Aufstieg1200 m
Abstieg1200 m
SchwierigkeitWT2+ (Info)
Dauer5 – 6 Stunden
Kondition★★★☆☆
Aussicht★★★★☆
Karte

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