Standflue im Winter

Schneeschuhtrail (Mülenen) – Faltschen – Standflue

Mit einer Höhe von nur 1978 Meter ist die Standflue nicht überragend. Gerade im Frühling, wenn es in der Höhe noch viel Schnee hat, biete sich die Standflue als gute Alternative an. Die Aussicht oben ist nämlich wunderbar. Wenn es auch in den Niederungen genug Schnee hat, ist die Standflue ein ideales Ziel, welches relativ einfach mit Schneeschuhen zu erreichen ist. Es gibt jedoch keinen markierten Weg. Die Schneeschuhroute gemäss den offiziellen Karten folgt mehrheitlich dem Sommerwanderweg. Start der Tour ist in Mülenen, sofern man mit dem öV anreist. Mit dem Auto gelangt man bis Faltschen, so können ein paar Höhenmeter eingespart werden.

Mülenen – Faltschen – Engel

Vom Bahnhof aus folgt man dem offiziellen Wanderweg in Richtung Faltschen. Zuerst entlang der Strasse biegt der Weg bald einmal ab und es geht steil bergauf. Vor dem Dorf erreicht man wieder die Strasse, welcher man nun folgt. Je nach Schneesituation ist die Wegwahl unterschiedlich. Während meiner Tour konnte ich bis zum Wasserreservoir bei Punkt 1115m, südlich von Steinweid, dem Wanderweg folgen.

Ab hier ging es dann mit den Schneeschuhen weiterhin dem Wanderweg entlang in Richtung Geissbode. Durch den Bawald hindurch gab es bereits eine Spur, welcher ich folgen konnte. Es besteht aber auch die Möglichkeit einfach entlang der Strasse zu wandern. Die Strasse wird in dieser Höhe nicht mehr geräumt. Nach einiger Zeit erreicht man eine Abzweigung. Links geht es zum Fulematti, rechts zur Alp Engel. Ich folge der Strasse bis Engel. Bis jetzt verbrachte man eine lange Zeit im Wald. Dieser lichtet sich nun immer mehr, und man kann zwischen den Bäumen Niesen und Thunersee erkennen. Vor dem weiteren Aufstieg legte ich bei den Gebäuden der Alp Engel eine kurze Pause ein. Auch um zu schauen, welchen Weg ich aber hier am besten einschlage.

Engel – Standflue

Ab der Alp Engel beginnt der interessanteste und schönste Teil der Tour. Zuerst gibt es aber noch einen kleinen Aufstieg zu überwinden. Gleich nach den paar Häusern geht es kurz steil nach oben, bis die Krete erreicht ist. Ich wählte den Weg direkt nach oben. Je nach Schneesituation gibt es unterschiedliche Varianten. Oben angekommen geht es nun in einem weiten Bogen über ein breites, nicht sehr steiles Feld immer weiter in die Höhe. Je nach Aussicht, die man bewundern möchte, bietet sich die eine oder die andere Seite des Feldes an. Im obersten drittel ist es nun wichtig, nicht mehr dem Wanderweg zu folgen. Dieser führt wieder runter und in Richtung Wätterlatte. Stattdessen geht der Weg weiter nach oben und durch ein kleines Waldstück. Am Ende des kleinen Waldes ist man dann auch schon ganz oben angekommen. Je nach Schneehöhe kann man es sich nun auf dem Bänkli oder im Schnee gemütlich machen und die wunderbare Aussicht über den Thunersee auf der einen, und die Berge auf der anderen Seite geniessen.

Rückweg

Der Rückweg nach Faltschen ist grundsätzlich mit dem Aufstieg identisch. Im obersten Teil wählte ich für den Abstieg die andere Seite und konnte so die Aussicht auf die Blüemlisalp geniessen. Bevor es runter zur Alp Engel geht, besteht noch die Möglichkeit geradeaus weiter zu gehen und den Aussichtspunkt Engelhorn zu besuchen. Auch von dort bietet sich eine hervorragende Aussicht auf Niesen und Thunersee. Ich habe diesen Punkt aber leider erst im Sommer nach meiner Tour kennengelernt, weshalb ich direkt zur Alp Engel abgestiegen bin. Diesmal wählte ich nicht den direkten, sondern eine leicht schräge Variante. Ab den Gebäuden geht es nun wieder der Strasse entlang in Richtung Faltschen. Unten im Dorf angekommen kann ich die Schneeschuhe ausziehen und den Rest bis Mülenen mit den normalen Wanderschuhen zurücklegen.

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Übersicht
Distanz18 km
Aufstieg1300 m
Abstieg1300 m
SchwierigkeitWT2 (Info)
Dauer4 – 6 Stunden
Kondition★★★☆☆
Aussicht★★★★☆
Beste Jahreszeit
JanFebMärApr
MaiJunJulAug
SepOktNovDez
Karte

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